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Knaupps Kolumnen

Welches sind die sozial-räumlichen Herausforderungen, Chancen und Trends im ländlichen Raum wie dem Landkreis Oder-Spree - vom Berliner Speckgürtel bis zum geschrumpften Eisenhüttenstadt - und welche Ansätze und Bedingungen zeigen sich in vergleichbaren Regionen als besonders förderlich für positive Entwicklungsdynamiken?
Gemeinsam mit den Expertinnen Prof. Dr. Gabriela Christmann vom Leibniz-Institut für raumbezogene Sozialforschung in Erkner und Gundula Teltewskaja, Beigeordnete für ländliche Entwicklung im Landkreis Oder-Spree,  und der interessierten Öffentlichkeit wird man diesen Fragen nachgehen.
Die aktuelle Ausstellung zur Sammlung und Zukunft des Regionalmuseums Burg Beeskow bietet dieses ungewohnte Forum. Inmitten des musealen Bestandes wird man sich in den kommenden Monaten regelmäßig zusammenfinden und über das Verhältnis zur eigenen Überlieferung verständigen. Dabei sind Besucher herzlich eingeladen, Dinge mitzubringen, die sie mit ihrer Stadt und Region und einem für sie wichtigen lokalem Thema verbinden  und mit denen sie zumindest für einen Abend die aktuelle Ausstellung des Regionalmuseums bereichern wollen.
Gerade das Museum ist ein Ort, der zeigt, wie sich gesellschaftliche Entwicklungen lokal niederschlagen, wie sich Wirtschafts- und Sozialstruktur, Mobilität, Baukultur etc. verändern. In den überlieferten Dingen von Gestern ist das alte Bild unserer Region gewissermaßen eingeschrieben. Nicht weniger interessant ist die Vorstellung von einer Zukunft, die hier verortet ist.
Wie sieht ein Museum aus, das eben nicht von gestern ist, sondern von morgen erzählt, das uns zeigt, wie wir die überlieferte Dingwelt zu verstehen haben und uns für ganz neue Fragen öffnet? Wie reich ist dieses Erbe? Was ist uns wichtig und warum? Und wie wäre es, einmal ganz öffentlich Inventur zu machen? Eine Veranstaltung im Rahmen der Sonderausstellung und Programmreihe „Wegen Inventur geöffnet! Zur Sammlung und Zukunft des Regionalmuseums Burg Beeskow“.
Freitag, 20..07.18, 19 Uhr, Burg Beeskow, Unterm Dach, Eintritt frei
                Fotos: Armin Herrmann, Berlin