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Knaupps Kolumnen

Patrizia Casagranda, italienisch-deutsch, wurde 1979 in Stuttgart geboren und lebt in Krefeld. Sie absolvierte ihr Designstudium mit Bestnoten an der FH Niederrhein und besuchte die Malerakademie in Ravensburg und Trevira. Nach verschiedenen Aktivitäten im Bereich Design arbeitet sie seit 2015 als unabhängige Künstlerin. In wenigen Jahren gelingt es ihr, ein breites Publikum durch zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland zu begeistern.
Die Arbeiten von Patrizia Casagranda faszinieren durch ihre greifbare Wirkung in einer Zeit, in der die digitale Kunst immer mehr an Bedeutung gewinnt.
Die materiellen Schichten, die das Werk ausmachen und sich überlagern, offenbaren sich dem Betrachter die Seele und alles, was dahinter liegt.
 
„Hier und jetzt. Während meiner künstlerischen Arbeit in den armen Regionen Nordindiens lernte ich junge, bemerkenswerte Frauen kennen. Jeden Tag tranken wir mit ihnen zusammen Tee, begleitet von intensiven Reden. Ich konnte nicht glauben, dass diese schönen Frauen wirklich überleben, indem sie Müll sammelten um ihre Familien ernähren zu können. Durch fortwährende existenzielle Bedrohungen bewegen sie sich zwischen Leben, Überleben und Katastrophe auf Messers Schneide. Alles konzentriert sich auf das Hier und Jetzt. Ich war von diesem absoluten Vertrauen in der Zukunft und in einer „halb“ Lebensfreude fasziniert, ein Gefühl, das mich inspirierte ein paar Titel wie „Kiran, Licht“ zu schreiben „Sunder, die schönen“ oder „Laxmi, die Reich“. Dieses Geben von Namen kann als ein Traum interpretiert werden; Für mich repräsentiert es die Haltung der jungen Frauen, die sich heute auf die positiven Aspekte des Lebens und auf die gegenseitige Solidarität konzentrieren.“

Vernissage am 10. November 2018 um 18.00 Uhr in der Dachetage der Kulturfabrik,Domplatz 7, 15517 Fürstenwalde/Spree
Ausstellung vom 10. November 2018 bis 31. Januar 2019