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Knaupps Kolumnen

Was der DFB hören möchte

Die Presse schreibt zur Bundesliga/George Floyd:• Alle Bayern-Stars setzen starkes Zeichen gegen Rassismus • Strafen für Bundesliga-Stars wegen Zeichen gegen Rassismus? DFB-Kontrollausschuss fällt Entscheidung Update vom 3. Juni: Nachdem sich die Bundesliga-Profis Weston McKennie, Marcus Thuram, Achraf Hakimi und Jadon Sancho öffentlich während des vergangenen Bundesliga-Spieltags gegen Rassismus positionierten, ermittelte der DFB gegen die Spieler. (Weil es nach den DFB-Statuten für die Spieler untersagt ist, sich öffentlich politisch zu äußern.) Der Kontrollausschuss des Verbandes entschied am Mittwoch, keine Strafe für die beteiligten Spieler zu verhängen. Wie sich nun herausstellt, gilt diese Verbotsregel nicht, wenn die Äußerung im Sinne des DFB (Vorstand) erfolgt. Man kann aber davon ausgehen, dass Äußerungen, die der Meinung des DFBVorstandes nicht entsprechen, je nach Aussage, aufs Härteste sanktioniert werden. Der DFB ist multikulturell, weltoffen und tolerant, wenn man das sagt, was er hören möchte.

David Cohnen

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Politische Verantwortung

Sehr geehrte Damen und Herren, die „Corona-Krise“ zeigte wieder deutlich, wie kontrovers Entscheidungen unserer politischen Vertreter in Bund- und Länderparlamenten öffentlich diskutiert werden. Dass öffentlicher Widerspruch erfolgen kann, ist unserer demokratischen Rechtsordnung zu verdanken. Ein Meinungsaustausch ist auch immer zu begrüßen und wichtig für ausgewogene Politik. Leider wird oft zwischen Meinung, Wissen und Verantwortung nicht unterschieden. Dass das Virus Covid 19 äußerst gefährlich ist, kann jeder anhand der Todesfälle in China, Italien, Spanien, England usw. sehen. Damit sind Behauptungen von einer tendenziellen Unbedenklichkeit für die Gesellschaft für mich absolut nicht nachvollziehbar. Die politisch Verantwortlichen stehen in der Pflicht die Gesundheit und das Leben eines jeden Bürgers zu schützen. Die Gesundheit und das Leben gelten als höchstes Gut unserer Gesellschaft. Auf Grund der Erfahrungen, wie aggressiv sich das Virus verbreitet, musste die Regierung Maßnahmen ergreifen, um Leib und Leben zu schützen. Wie diese Maßnahmen sich gestalteten, ist uns allen bekannt. Nun, wo die Maßnahmen ihre Wirkung entfaltet haben, blieben Zustände wie zum Beispiel wie in Italien aus. Vergleichsweise wenige Personen sind schwer erkrankt und noch weniger Personen sind an oder mit diesem Virus verstorben. Somit ist davon auszugehen, dass die ergriffenen Maßnahmen einen vollen Erfolg erzielt haben. Damit einhergehend, macht sich nun scheinbar in gewissen Kreisen ein Gefühl von „Totaler Übertreibung und ist doch nicht so schlimm“ breit, weil die Katastrophe in der Ferne blieb und viele keine Berührung mit dem Virus hatten. Angenommen, die Politik hätte sich zurückgehalten und keine Maßnahmen ergriffen, so wären jetzt möglicherweise unzählige Personen vorzeitig verstorben oder schwer erkrankt. Welch ein Echo hätte dieses Versagen zu Recht in den Medien und in der Bevölkerung erzeugt. Das „Geschrei“ von Unfähigkeit und totalem Versagen würde uns heute in Bild und Funk verfolgen. Was ich damit sagen möchte ist, dass derjenige der in der Verantwortung steht, sich für die Maßnahmen entscheiden muss, die für die Allgemeinheit am wichtigsten ist. Dabei wird zwangsläufig eine Seite der Betroffenen unzufrieden sein. Es gilt immer die Abwägung der Argumente und das höherwertige Gut zu schonen. Wer nicht in dieser Verantwortung steht, kann vieles behaupten und verlangen. In diesem Zusammenhang möchte ich auch den ewigen Streit um die schwarze Null im Bundeshaushalt erwähnen. Wie viele hatten gefordert, nicht zu sparen und weiter geborgtes Geld mit vollen Händen auszugeben. Durch das eiserne Sparen ist es dem Bund nun möglich, Milliarden an Hilfsgeldern auszuzahlen und die Not zu lindern. Wir müssen nicht wie Italien oder Spanien darauf hoffen, von der EU Hilfsgelder zu erhalten und zugleich Sparmaßnahmen in allen Bereichen zusagen. Jene, die noch vor einem Jahr die „schwarze Null“ als politisches Feindbild bekämpften, verhandeln heute über die Verteilung des gesparten Geldes mit, ohne anzuerkennen, dass die Volksweisheit: „Spare in der Zeit, dann hast Du in der Not“ richtig war. Ich wünsche Ihnen eine gesunde Zeit.

Erik Nickel,CDU Stadt Erkner

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Die Absurdität der Covid 19-Tests

Sehr geehrter Herr Hauke, erlauben Sie mir heute noch ein paar ergänzende Gedanken zur „Covid-19-Pandemie“, weil ich den Eindruck habe, dass aufgrund des medialen Dauerfeuers doch recht große Verwirrung gestiftet wurde. Zunächst zur Maskenpflicht: Ohne jeden Zweifel stellen Masken einen (gewissen) Schutz dar, wenn es sich dabei um Medizinprodukte handelt, die sachgemäß (von dafür geschultem Personal!) verwendet werden. Das ist wissenschaftlich belegt. Dafür, dass auch von Laien verwendete (teilweise selbst gebastelte) Masken einen Nutzen hätten, gibt es allerdings keinerlei Belege. Vielmehr deutet einiges darauf hin, dass das Gegenteil der Fall ist. Zu lange und zu häufig getragene Masken, die zudem unsachgemäß auf- bzw. abgesetzt und aufbewahrt werden, sind eher gefährlich. Schauen Sie sich einfach mal den Filter Ihrer Dunstabzugshaube über dem Herd an, nehmen Sie ihn heraus, setzen Sie ihn wieder ein und betrachten Sie danach Ihre Hände! Medizinisches Personal benutzt die Maske nur für kurze Zeit, nur einmal und berührt sie möglichst nicht oder mit Handschuhen, bevor sie sicher (!) entsorgt wird. Darauf lief auch die Empfehlung der Bundesregierung vom Anfang diesen Jahres hinaus, nämlich, dass private Masken eher kontraproduktiv sind. Aber wenn überhaupt, dann doch bitte zum Höhepunkt des Infektionsgeschehens und nicht irgendwann später, wenn es kaum noch Infizierte gibt! In den Masken sammeln sich nämlich nicht nur Coronaviren sondern auch alle möglichen anderen Viren, Bakterien, Pilzsporen etc. an, konzentrieren sich bei unsachgemäßem Umgang derart auf, dass es ein eigenes Gesundheitsrisiko darstellt. (Medizinische) Masken hätten zu Beginn der Epidemie vor allem in die Alters- und Pflegeheime gehört, wo das größte Gesundheitsrisiko der oft vorerkrankten Bewohner bestand, und wo geschultes Personal verantwortungsvoll damit umgegangen wäre. Leider hat der Gesundheitsminister, welcher damals gerade Bundeskanzler werden wollte und also anderweitig beschäftigt war, diese Einrichtungen komplett vergessen (fast alle Bayerischen „Corona-Hotspots“ sind – leider auch bei der Zahl der Todesopfer – Pflegeheime!). Das viel zitierte Präventionsparadox (die Annahme, dass erfolgreiche Vorsorgemaßnahmen gar nicht nötig gewesen seien, weil ja kein Schaden eingetreten ist) hat einen weniger bekannten Zwilling, nämlich das umgekehrte Präventionsparadox! Hierbei wird – eigentlich unnötigen – Maßnahmen der Erfolg zugeschrieben, einen Schaden verhindert zu haben, der aber eigentlich von selbst gar nicht eingetreten wäre. In der aktuellen Situation scheint mir eher letzteres vorzuliegen. Der Höhepunkt des Infektionsgeschehens war bereits etwa eine Woche vor dem Lockdown überschritten, die Infektionen nahmen seitdem (von allein) ab, wozu eventuell das Verbot von Großveranstaltungen, keinesfalls aber der Lockdown beigetragen hat. Gleichzeitig bewegte sich übrigens die von der Kanzlerin neuerdings bevorzugte Reproduktionszahl R auf Werte unter 1 und blieb im Wesentlichen seitdem auch unter 1. Übrigens muss sich R, je weniger Infektionsfälle auftreten, nach den Gesetzen der Mathematik dann wieder in Richtung 1 entwickeln und nicht, was viele eventuell glauben, gegen Null gehen. Mathematik. Werfen wir noch einen Blick auf die Zahlen des RKI! Dass diese stark zeitverzögert mitgeteilt wurden (teilweise noch werden), hatte ich schon gezeigt. Die absurde Weise, in der sie erfasst wurden (und werden), verdient aber besondere Beachtung. Jeder Statistiker schlägt die Hände über dem Kopf zusammen, wenn er sieht, dass absolute Zahlen berichtet werden, ohne dass die Größe der Stichprobe bekannt ist. Sie haben praktisch keinen Aussagewert! Lassen Sie uns ein einfaches (zugegeben absurdes) Beispiel betrachten: Es soll untersucht werden, ob sich der Anteil der Männer in der erwachsenen Bevölkerung erhöht. Also werden 100 Menschen untersucht, man findet darunter 50 Männer. Alarmiert werden am nächsten Tag 200 Menschen getestet, es finden sich nun 100 Männer. Am dritten Tag untersuchen wir 400 Menschen (Ergebnis: 200 Männer) und einen Tag später finden wir dann unter 1000 Probanden bereits 500 Männer. Und nun stellen wir uns vor die Presse und verkünden: „Die Anzahl der Männer ist von 50 auf 100, dann auf 200 und schließlich auf 500 dramatisch angestiegen! Das ist ein exponentieller Anstieg!!“. Genauso absurd berichtet(e) das RKI seine „täglichen“ Infektionszahlen, die Anzahl der Tests wurde nicht erwähnt (und ist auch heute noch schwer zu finden, während sie in der Anfangszeit dem RKI seitens der Labore nicht einmal gemeldet werden musste!). So erzeugt man Panik! Denn dass sich – zurück zu unserem Beispiel – bezüglich der Männer gar nichts verändert hat, weil ihr Anteil die ganze Zeit bei 50 % lag, ist ohne gleichzeitige Bekanntgabe der Stichprobengröße natürlich beim besten Willen nicht zu erkennen. Und das war wohl auch so gewollt, wenn man bestimmte, durchgesickerte Strategiepapiere der Regierung vergleicht, die darauf abzielten, in der Bevölkerung Angst zu schüren. Doch damit sind die Absurditäten noch längst nicht komplett! Neuerdings jagen wir wieder einmal ganz neuen „Kennzahlen“ und „Grenzwerten“ nach, die nicht weniger unsinnig sind als die bisherigen. Ein Beispiel ist die Grenze von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner in einem bestimmten Zeitintervall, bevor „Maßnahmen“ verhängt oder verschärft werden. Lassen Sie mich das mit zwei Beispielen illustrieren: Wenn in einer zu 100 % infizierten Bevölkerung lediglich 49 Tests durchgeführt werden, wird man immer unter dem Grenzwert von 50 bleiben! Auch diese Kennzahlen sind also wieder maßgeblich vom Umfang der Stichprobe, über den aber nichts festgelegt ist, abhängig. Doch es wird noch besser! Ein Ringversuch mit mehreren Laboratorien hat ergeben, dass der Drosten‘sche Corona-Test eine Fehlerquote bei den positiven Ergebnissen zwischen mindestens 1,4% und über 9% aufweist. Das bedeutet, dass unter 1.000 NICHT Infizierten mindestens 14 Personen fälschlicherweise als „infiziert“ ermittelt werden. Was bedeutet das für unseren Grenzwert? Wenn in einem zu 100 % infektionsfreien Landkreis nur 4 % der Einwohner (= 4.000) getestet werden, ergeben sich, obwohl niemand infiziert ist, 14 x 4 = 56 „Infizierte“, der „Grenzwert“ ist überschritten, ein weiterer Lockdown wird verhängt. Obwohl NIEMAND infiziert war! Der Testfehler führt übrigens auch zu dem Schluss, dass wir – egal ob das Virus überhaupt noch existiert oder nicht – defacto niemals mehr normal leben dürfen, solange getestet wird! Wenn wir uns außerdem die aktuellen Zahlen der „Neuinfektionen“ des RKI anschauen (und uns dazu mühsam die versteckte, aber immerhin seit Kurzem nicht mehr geheim gehaltene Anzahl der Tests heraussuchen), dann ist festzustellen, dass sie bereits sehr nahe am nachgewiesenen Messfehler liegen, also auch deswegen eigentlich ohne Aussagewert sind. Nun haben die meisten Menschen sicherlich Besseres zu tun, als sich die kleinen Wahrheitsfragmente zusammenzusuchen, die uns u.a. von den „öffentlich-rechtlichen“ Medien, die wir jährlich mit 8 Milliarden Euro Beiträgen finanzieren müssen, und den anderen, sogenannten „Leitmedien“ vorenthalten werden. Aber eigentlich kann jeder, der sich etwas bemüht, den ganzen Unsinn auch als solchen erkennen! Man könnte im Grunde darüber lachen – wäre dabei nicht in historisch einmaliger Kaltschnäuzigkeit unser Grundgesetz von dazu nicht befugten Politikern in seinem wesentlichen Kern ausgehebelt worden. Was wir erleben müssen ist nichts weniger als ein Staatsstreich!

Dr. Hans Demanowski

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Kunst braucht eine Bühne

Ich bin Künstler, Organisator und ehrenamtlicher Begleiter von Menschen und Familien in Krisen. Im Suchen und Beschreiten lösungsorientierter Wege habe ich Erfahrung, auch im gelegentlichen Irren. In Krisenzeiten ist Kunst überlebenswichtig – Lachen, Singen, Genießen helfen großen und kleinen Menschen, gesund zu bleiben, schenken Hoffnung und schöne Momente, die zu Herzen gehen. Ebenso braucht Kunst Publikum und Künstler brauchen Einkommen – schwierig in Zeiten, die Berufsverbote mit sich bringen. Auch wenn jetzt Tanzstudios wieder öffnen dürfen, sind doch die Vorschriften nur schwer zu realisieren. Kunst braucht Nähe, keinen Abstand. Ob Laien- oder Profikünstler, wir haben gerade am letzten Samstag in Bad Saarow vielen Menschen ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Somit ist Kunst auch eine Lobby für Kinder. Das Entdecken seiner Talente, seiner Fantasie und Kreativität ist ein maßgeblicher Beitrag zum Verstehen des Lebens. Dies ist unter anderem eine Voraussetzung für Kritik und Urteilsvermögen auf dem Weg FW 13/20 24.06.20 18 Leserforum zum mündigen Staatsbürger. Leider waren in diesen Zeiten die Kinder die letzten, denen das Augenmerk der Regierung galt. Alles begann am Ostersamstag: Der Osterhase tanzte auf dem Fürstenwalder Marktplatz, und wir malten bunte Bilder auf graue Pflastersteine. Wir organisierten den „Ostalgischen Frühling“ mit Wartegemeinschaften beim Eisverkauf. Die Polizei interessierte sich zunehmend für uns. Ein Dankeschön an die Einsatzkräfte, mit denen wir sachliche Dialoge führten und die uns ihrerseits als vertrauenswürdig und friedlich erlebten. Aus der Veranstaltung auf dem Fürstenwalder Festplatz mit Herrn Hörstel haben wir gelernt:unter anderem, dass einem ehemaligen ARD-Korrespondenten nicht per se zu vertrauen ist. Plötzlich sahen wir uns mit Schmähungen und Beleidigungen konfrontiert. Mutmaßungen, wir seien faschistischer Denkungsart, machten die Runde. Die wenigsten hatten den Mut, uns selbst zu fragen. Wir sind jederzeit für den Dialog offen, schade, dass viele den gesichtslosen Weg der anonymen Diffamierung vorzogen.Wir machen weiter – am Samstag den 27.06.2020 um 15.00 Uhr am Skater-Park in Fürstenwalde/Nord. Die Kundgebung der besonderen Art. Herzlich eingeladen sind alle Interessierten, Eltern mit Kindern und Künstler, die sich noch beteiligen wollen. Gerne sind wir bereit, zu diskutieren und gemeinsam nach gangbaren Wegen zu suchen. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Mein besonderer Dank geht an die Künstler Kathleen Gruno, Lars Anscheit, Steve, Steffi Zorn.

Andy Hartkopf

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Kritische Hinterfragung unverzichtbar

Lieber Herr Hauke, habe hier in Berlin gerade von einem Bekannten die Kopie ihres „Leserforums“ mit höchstem Interesse und Genugtuung zur Kenntnis genommen! Ich möchte meine allergrößte Hochachtung und Ermutigung zur Fortsetzung dieser ausgewogenen und kritischen Hinterfragung und Berichterstattung zum Ausdruck bringen. So stelle ich mir demokratiebasierten Journalismus vor. Ich werde das stets weiterverbreiten. Sie sind unverzichtbar und wichtig für unser Land.

Burkhard Bentz