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Knaupps Kolumnen

Fürstenwalde/Spree. Eigentlich sollte die Linde in der Heinrich-Mann-Straße am 15. Juni gefällt werden. Die Parkverbotsschilder waren bereits aufgestellt. Bei der letzten Kontrolle war der Baum Anfang Juni aufgefallen, weil ein Kronenteil nicht ausgetrieben hatte. Ein Pilzfruchtkörper am Stamm wurde festgestellt. Die Messung ergab, dass die Restwandstärke für die zukünftige Verkehrssicherheit offenbar nicht ausreichte. Noch 2019 war dem Baum ein Schaden äußerlich nicht anzusehen. Den starken Regenfällen und dem Unwetter am Samstag, dem 13. Juni, war der Baum dann offensichtlich nicht mehr gewachsen. Ein großer Teil des Stammes brach heraus und beschädigte den Zaun des daneben liegenden Grundstücks. Auch am Goetheplatz kam es an einer alten Eiche zu einem sogenannten Stämmlingsausbruch. Deshalb hat Baumexperte Thomas Schmidt dort die Kontrolle der Bäume vorgezogen. In Kürze sollen an den Eichen leichte Kronenrückschnitte erfolgen, um die Hebelwirkung zu reduzieren. Selbstverständlich geschieht dies unter Berücksichtigung des Artenschutzes, d. h. dass auf brütende Vogel oder andere Tiere besonders geachtet wird.