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Knaupps Kolumnen

Kommentar zur Corona-Situation von Michael Hauke

Was war der Grund für die schwerwiegendsten Einschränkungen der Grundrechte seit Bestehen des Grundgesetzes, für Kontaktsperren, für das Schließen von Geschäften, für die Einführung von Abstandsregeln? Es war die Befürchtung, dass unser Gesundheitssystem überfordert wird. Insgesamt halten wir 150.000 Krankenhausbetten plus 10.000 Intensivbetten frei. Es haben sich aber über die gesamte Zeit nicht mehr als 170.000 Menschen mit dem Covid-19-Virus infiziert. Aktuell infiziert sind in ganz Deutschland rund 16.500 (Gesamtzahl der Infizierten abzgl. Genesene abzgl. Verstorbene).

Die Wahrnehmung ist eine ganz andere. Durch die Macht der Fernseh-Bilder wurde den Menschen durchgehend die Angst vor dem Tod eingeschärft. Kontakt zu anderen Menschen, insbesondere zu Kindern sei lebensgefährlich. Viele von uns haben es verinnerlicht und können sich trotz der amtlichen Zahlen, die das Gegenteil zeigen, nicht mehr davon lösen. Es gibt nach den Zahlen des Robert-KochInstitutes (RKI) rund 2.330.000 Infizierte weniger als vor zwei Jahren bei der Influenza-Welle. Auch die Zahl der Toten liegt um rund 18.000 geringer als vor zwei Jahren. Und wir wissen inzwischen, dass bei weitem nicht alle offiziellen Corona-Toten wirklich an Covid-19 verstorben sind.

Der Hamburger Pathologe Dr. Püschel hat alle Corona-Toten in seiner Stadt gegen den Willen des Robert-Koch-Institutes, das eine Bundesbehörde ist, obduziert und kam zu dem Schluss, dass jeder von ihnen in diesem Jahr an seinen schweren Krankheiten sowieso verstorben wäre.

Die Zahl aller Todesfälle im vom Corona-Virus am zweitstärksten betroffenen Land NordrheinWestfalen lag im März 2019 bei 19.100, im Corona-Monat März 2020 jedoch um 300 Tote weniger, nämlich bei 18.800. Einen sichtbaren Einfluss auf die Todesstatistik hat die Pandemie offensichtlich nicht.

Jeden Tag hören wir auf jedem Kanal, wie katastrophal die Lage sei und um wieviel schlimmer sie werden kann, wenn wir weitere Lockerungen beschließen und uns nicht an die Kontaktsperren und Abstandsregeln halten.

Wir sollten trotz aller Angst zwischendurch einen Blick auf die Zahlen werfen. Als ich immer wieder den Gruß „Bleiben Sie gesund!“ hörte, bis ich ihn nicht mehr hören konnte, habe ich angefangen, mir die Daten auf der Webseite des RKI genauer anzusehen und mich dann gefragt: Wie soll ich mich mit einer Krankheit anstecken, die praktisch keiner hat?

Nur Infizierte sind ansteckend. Und da gab es in ganz Deutschand nicht einen einzigen Tag, an dem mehr 0,1% der Bevölkerung infiziert war. Selbst wenn man alle Infizierten über den gesamten Pandemie-Zeitraum zusammenrechnet, sind es nur 0,2%. Mit der Pest oder vergleichbaren Epidemien, die zum bildhaften Vergleich ins Feld geführt wurden, haben diese Zahlen nicht das geringste zu tun. Die Zahl der Toten, bei denen Covid-19 festgestellt wurde, liegt sogar bei 0,0089% der Bevölkerung.

Wenn wir also aus Angst, unser Gesundheitssystem zu überfordern, alles dicht gemacht haben, dann wäre es rational betrachtet schon lange Zeit gewesen, diese verheerenden Schritte rückgängig zu machen. Mit welcher Begründung können Krebsoperationen abgesagt werden, um Corona-Patienten zu retten, die es gar nicht gibt? Ein riesiger Leerstand in den Krankenhäusern und Kurzarbeit für das Pflegepersonal haben viele im Gesundheitswesen stutzig gemacht.

Die Bundesregierung – und mit ihr die meisten Menschen in unserem Land – klammern sich an die Maßnahmen mit der Begründung, dass ohne sie alles viel schlimmer geworden wäre. Wäre ich dann vielleicht schon tot und könnte die amtlichen Zahlen gar nicht mehr kommentieren?

Auch hier hilft ein Blick auf die Zahlen: In Schweden hat die Kurve, die wir mit dem Lockdown unbedingt abflachen mussten, genau denselben Verlauf genommen wie in Deutschland – ohne einen Lockdown, ohne die Einschränkungen der Grundrechte. In Schweden sind insgesamt 25.000 Menschen infiziert gewesen und rund 3.200 mit Corona verstorben.

Wenn man sich in das Thema einliest und mit Ärzten spricht, erfährt man, dass diese Kurve der typische Verlauf einer Virusinfektion sei. Das Virus war längst auf dem Rückzug, als das Land ab- und die Menschen weggesperrt wurden. Noch ärger verhält es sich mit der Maskenpflicht, die sechs Wochen später dem letzten Zweifler klarmachen sollte, wie ernst die Situation sei. Gehen wir aber auch an diese Maßnahme weniger mit Angst als mehr mit dem Verstand heran und gucken uns die Zahlen in unserer eigenen Umgebung an. Dann darf man die Maskenpflicht beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln mindestens hinterfragen.

Im gesamten Landkreis Oder-Spree gibt es 18 Infizierte, davon in Erkner drei, in Fürstenwalde zwei und in Beeskow null. Wo liegt also der Sinn dieser Maßnahme? Wo ist die tatsächliche Ansteckungsgefahr?

Schön zu beobachten ist der ganze Unsinn an den Schulen, wo streng auf die Abstandsregeln geachtet wird. Die wenigen Schüler, die überhaupt in die Schule dürfen, kommen im Pulk vom Zug oder vom Bus. Sie verhalten sich wie früher. Dann kommen sie in die Schule, werden getrennt, teilweise nur mit Maske eingelassen, machen das ein paar Stunden mit und gehen genauso nach Hause, wie sie gekommen sind: ohne Maske und ohne Abstand. Es kann einem vorkommen wie in einer Show. Nicht anders ist es auf Arbeit. Die Menschen, zum Beipsiel auf dem Bau, arbeiten ohne Maske dicht beieinander. Haben Sie aber Feierabend und stehen mit dem Bier zusammen, machen Sie sich strafbar. Und trotz ungezählter Vergehen dieser Art geht die Zahl der Infizierten gegen Null.

Viele Menschen, auch die, die Maßnahmen befürworten, haben das Gefühl, das an der ganzen Geschichte irgendetwas nicht stimmt. Denken wir selbst nach, überprüfen wir den Sinn der Maßnahmen mit Zahlen und gesundem Menschenverstand. Es ist schwer, aber behalten wir trotz der Angst einen klaren Kopf oder holen wir ihn uns zurück!

Übersicht über die aktuell Infizierten (Stand 13.05.2020)

Deutschland: 14.316

Brandenburg: 372

Landkreis Oder-Spree: 18

Fürstenwalde: 2

Beeskow: 0

Erkner: 3

Woltersdorf: 1