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Knaupps Kolumnen

Verwaltung ungestüm in der Gier nach „Giga“

 

Sehr geehrter Herr Hauke,

Ihre Leserbriefseiten enthalten stets Beiträge in eindeutiger Sprachfassung, die ich aufmerksam als „regionale Stimmen“ lese. Wie in Potsdam vorgegangen wird, wenn es um „Giga“ geht, erlebe ich seit 10 Jahren am Beispiel BER. Dass Bürger als „die Öffentlichkeit“ unbeachtet bleiben, Ängste keine Stimme bekommen usw., zeigt wieder das neue Beispiel Ansiedlung Tesla. Im Schleichgang vorbereitet, spekulativ in vielen Fragen, Natur- und Klimaschutz chancenlos! Der politischen „Gutsherrnart“ folgt der Schnellschuss in betreffenden Behörden, es wird vorauseilende Beflissenheit geübt mit in der Folge beschönigenden Worten und umstandslosen Genehmigungen. Wir haben einen „Grünen“ Umweltminister, von welchem ich noch kein Statement gelesen/gehört habe. Zugestanden – nicht die Fa.Tesla, oder das E-Mobil, oder Arbeitsplätze vor Ort bedenke ich kritisch, sondern das ungestüme Verwaltungshandeln in der Gier nach „Giga“. Was wird der Preis für das Geschehen? Zu dieser Frage – vermutlich – werden ihre Seiten voll werden!

Ihr Leser K. Lubina

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Die Gigafactory nicht an diesem Standort!

 

Ein Wasserwerk ist in erste Linie für die Trinkwasserversorgung der angeschlossenen Kommunen zuständig. Wenn die Gigafactory Tesla aus dem öffentlichen Trinkwassernetz stündlich 372 m³ Wasser entnimmt, um die Produktionsabläufe zu realisieren, bringt das m.E. das Wasserwerk in arge Versorgungsnöte. Auch eine Brunnenbohrung auf dem Vorhabengelände ist keine Lösung, sondern stellt eher eine Gefahr für die Trinkwassergewinnung des Wasserwerks dar und gefährdet die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung.

Es ist wünschenswert, dass sich Industrien in unserer Region ansiedeln und neue Arbeitsplätze geschaffen werden, doch es darf nicht auf Kosten der Bevölkerung bzw. auf Kosten der Umwelt geschehen.

Menschen, die meinen, das Wasserproblem kann man lösen, übersehen bei dem Zeitdruck, der herrscht, das es zu Lösungen führen könnte, die mit der sogenannten „heißen Nadel“ geschaffen werden!

Zeitdruck ist auch das Thema bei der Rodung von 90 ha Wald bis zum 27.02.20; Wald, der zu einem l00 km² zusammenhängenden Waldgebiet zwischen Erkner und Fürstenwalde gehört. Dieses Waldgebiet steht für Lufthygiene, Staubbindung und für Lebensraum von einer Vielzahl Pflanzen und Tiere, darunter auch seltene Exemplare.

In den Unterlagen ist zu lesen, dass Tesla durch den Bau von Elektroautos in Größenordnung zum Kampf gegen den Klimawandel beitragen möchte, dabei aber Gefahr läuft vorher ein bisher intaktes Ökosystem zu gefährden oder gar zu zerstören (z.B. Bei Havarien o.ä.).

Es gibt Absichtserklärungen, das sämtliche gesetzlichen Vorgaben aus TA Luft und BlmschG eingehalten werden und keine Gefahr vom Vorhaben ausgeht. Aber es ist nicht zu leugnen, dass beim Umgang mit hochtoxischen Stoffen, Chemikalien, Lösungsmitteln, Fetten, Ölen und Wachsen im Produktionsablauf durch menschliches Versagen, kleine Fehler im Betriebsablauf o.ä. eine Gefährdung möglich ist, doch dann ist es zu spät. So ist auch in den Unterlagen zu lesen, dass bei der Errichtung der Gebäude, diese bis zu 5 m tief im Boden verankert werden und dabei der Baukörper lokal geringfügig in den Grundwasserleiter hineinragen kann. Für den Fall sei eine geringfügige Beeinträchtigung des Grundwassers nicht gänzlich auszuschließen! Der Fall wäre aus meiner Sicht fatal!

Das Vorhabengebiet liegt teilweise im Trinkwasserschutzgebiet Zone III A und B und nahe der Zone II (Hohenbinde). Es liegt mitten in einem hochsensiblen Ökosystem mit Seen, Flüssen, Mooren u.ä., die teilweise untereinander verbunden sind (Urstromtal). Das FFH-Gebiet DE 3451-303 Spree liegt 800 m und FFH DE 3549-301 Löcknitztal 1 km entfernt. Weiter entfernt gibt es weitere FFH-Gebiete.

Durch die beabsichtigte Versiegelung des Bodens (891.920 m²) und die Überbauung (587.721 m²) der gerodeten Fläche entstehen die weitreichendsten Veränderungen für Boden, Klima, Landschaft, ggf. Grundwasser sowie für Tiere und Pflanzen. Die Bodenfunktion wird gestört, Fauna und Flora verlieren Lebensraum, Brut- und Rückzugsgebiete werden gestört und Wanderungswege durchschnitten.

Um den Schaden gering zu halten, gibt es Auflagen wie Verbot des Einsatzes von schwerem Gerät beim Roden u.a.

Ein Wort muss noch zur zu erwartenden Verkehrssituation gesagt werden, da wir bereits in Erkner und Umgebung teilweise unzumutbare Verhältnisse haben. Tesla prognostiziert ein Fahrzeugaufkommen von ca 463 Kfz/Tag (pro Schicht? und mehr) und 6 Zügen zur Anlieferung von Hilfs- und Betriebsstoffen und Abtransport fertiger Kfz durch Nebengleis zum Vorhaben.

Die Aufstellung des B-Plans „Freienbrink“ Nr. 13 war schon 2001 eine Fehlentscheidung, die aber damals nicht zum Tragen kam.

Wenn ich meine Unterlagen genau betrachte, dann kann es nur heißen: Gigafactory Tesla darf an diesem Ort nicht errichtet werden!        

Dr. Sigrid Richter

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GIGA-Fabrik umgeben von Wald- und Seengebiet

 

Vom südlichen Berliner Stadtbezirk Köpenick bis nach Fürstenwalde durchziehen große Waldgebiete, die Flüsse Müggelspree und Löcknitz, die Grünheider-Kageler Seenplatte mit ihren naturnahen Seen unser Verbandsgebiet und sorgen für einen klimatischen Ausgleich für den stetig wachsenden Ballungsraum Berlin.

Während der Klimawandel in aller Munde ist und jeden Freitag viele Tausende Menschen auf die Straßen gehen, um Klimaschutzmaßnahmen einzufordern, ja sogar einzuklagen, begrüßt unsere neue brandenburgische Landesregierung eine gigantische Industrieansiedlung in einer ökologisch sensiblen Naherholungsregion.

Statt dieses Gebiet wegen dessen besonderer Bedeutung für die landschaftsbezogene Erholung im Einzugsbereich von Berlin zu erhalten und zu entwickeln, bekommen wir einen Strukturwandel auferlegt, der unsere gesamte Region verändern wird.

Zahlreiche Investoren stehen bereits in den Startlöchern. Während über Planungsbeschleunigung debattiert wird, werden alte Bebauungspläne wieder aus der Schublade geholt und sollen unter dem Deckmantel einer nun dringend erforderlichen verbesserten Infrastruktur umgesetzt werden.

Seit Ankündigung der hinter verschlossenen Türen verhandelten Ansiedlungspläne sind ehrenamtlich aktive Mitglieder unseres Vereins bemüht, unserer satzungsgemäßen Aufgabe, dem umfassenden Schutz der Natur und der Umwelt nachzukommen.

In intensiven Gesprächen mit Umweltverbänden auf Landesebene und Vertretern politischer Parteien haben wir mehrfach auf die zu erwartenden gigantischen Auswirkungen für sämtliche Schutzgüter in unserer Region hingewiesen.

Die aktuellen Konfliktfelder bestanden bereits 2001 bei der Entnahme aus dem Landschaftsschutzgebiet und der Ausweisung der Waldfläche als B-Plangebiet, wobei damals keine konkrete Vorhabensbeschreibung vorlag und die Gemeinde Grünheide (Mark) sich unbedingt um die BMW-Ansiedlung bewerben wollte. Statt einer Wiedereingliederung wurde dieser alte B-Plan von der Wirtschaftsförderung Brandenburgs weiterhin als Industriefläche angeboten, obwohl dieser Landschaftsraum in seiner Gänze andere Aufgaben hat.

Da die Erhaltung der Vielfalt, Eigenart und Schönheit der eiszeitlich geprägten Landschaft als Ausschnitt des Berlin-Fürstenwalder Urstromtals elementar für unser weiteres Bestehen ist, sind wir gegen die TESLA-Industrieansiedlung in Freienbrink-Nord. Ab sofort unterstützen wir deshalb die Bürgerinitiative gegen Gigafactory Grünheide, damit unsere elementaren Bedürfnisse wie sauberes Trinkwasser und gute Luft

nachhaltig gesichert bleiben.

Wir fordern die Politik auf, sich mit den gigantischen Auswirkungen für unsere Region genauestens auseinanderzusetzen.

Wasser ist Leben. Wir brauchen keinen TESLA-Katalysator in bereits durch Dürre und Trockenheit geprägten Region.

Artenschutzrechtliche Belange in Zeiten von Artensterben wurden bislang nicht ausreichend berücksichtigt. Wir fordern deshalb eine vegetationsübergreifende Kartierung der gesamten Fläche.

Die Fällung von 3.000.000 m² und weiteren ??? ha Wald – also großflächiger Kahlschlag stellen einen massiven Eingriff in unserer Region dar und sollten den rein wirtschaftlichen Interessen nicht untergeordnet werden.

Wir fordern die Entscheider und politischen Verantwortlichen deshalb auf, gemeinsam mit der TESLA Inc. Lösungen für einen geeigneteren Standort in Brandenburg zu finden um tatsächlich einen Strukturwandel im Sinne der bislang unzureichend involvierten Bevölkerung zu realisieren.

www.bi-gruenheide.de

Vorstand Nabu-Kreisverband Fürstenwalde

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Mitteilung der Bündnisgrünen zu Tesla

 

Mehr Transparenz zu Wasserversorgung Tesla!

Die Bündnisgrünen im Landkreis Oder-Spree stehen nach wie vor zu der geplanten Ansiedlung der Tesla Gigafactory in Freienbrink.

Zu den Sorgen der AnwohnerInnen in der Region über mögliche Probleme bei der Wasserversorgung meint der Erkneraner Grüne Ralf Schmilewski: „Klar, wir brauchen Transparenz bei der Frage, wo das Wasser für die Tesla Fabrik herkommen soll. Ich bin aber zuversichtlich, dass Tesla eine geeignete Lösung finden wird. Tesla Chef Elon Musk persönlich twitterte vor einigen Tagen, dass der durchschnittliche Wasserverbrauch wohl bei 238 m³ pro Stunde liegen wird, was in etwa dem Wasserverbrauch pro Auto von VW entspricht , und keine 372 m³ pro Stunde, so wie manche Tesla-Gegner befürchten.“

Schmilewski macht sich mehr Sorgen um den zunehmenden Verkehr. „Ich befürchte, dass die Ansiedlung von Tesla zu mehr Straßen und dadurch zu mehr individuellem PKW Ver kehr führen könnte. Die Ansiedlung von Tesla muss aber genutzt werden, um Alternativen im Verkehrsbereich voranzubringen: Car&Ride Sharing, Fahrradverkehr, zukunftsweisende intelligente ÖPNV Systeme sind nur einige Beispiele. Die Regionalbahn ist jetzt schon sehr stark überlastet, weshalb der Takt dringend erhöht werden muss unabhängig von Tesla.“

Die Vorsitzende der Kreistagsfraktion der Grünen in Oder-Spree, Anja Grabs, meint außerdem: „Ich hoffe, dass Tesla seine Dachflächen mit Photovoltaik und Solarthermie ausstattet. Besonders sinnvoll wäre eine Kombination aus Gründach und Solaranlage. So lässt sich erneuerbare Energie und CO2-Speicher am besten auf Dächern kombinieren.“ Auch hierzu äußerte sich Musk vor einigen Tagen per Twitter. Der Tesla Chef bestätigte das Vorhaben seiner Firma, eine Solaranlage bauen zu wollen.

Anja Grabs, Vorsitzende Kreistagsfraktion B90/Grüne

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Trümmerfrauen ehren, nicht diffamieren

 

Das Lied „Meine Oma ist eine Umweltsau“  und die von einem WDR-Mitarbeiter nachgelegten Worte, die Oma sei eine „Nazi-Sau“ wurden Weihnachten 2019 in die Welt gesetzt. Verantwortlich: Tom Buhrow, Intendant des WDR.

Sind WIR, das Volk, alle nur noch gefühllose und willenlose Lämmer?

Haben WIR alle, die WIR die Söhne und Töchter und Enkel dieser Trümmerfrauen sind, die Deutschland nach diesem grausamen 2. Weltkrieg entscheidend aufgebaut haben, nicht die Pflicht, diese zu ehrenden Frauen zu verteidigen, gegen solch grenzenlose Diffamierung?

Ist es nicht eine „Ungeheuerlichkeit“ von solch einer Person, dessen Jahresgehalt und üppiger Tantieme, sich aus den „Zwangsgebühren“ der GEZ und unserer Steuern finanziert? Dieser Tom Buhrow / WDR erlaubt sich gegenüber einer Generation Frauen, die Deutschland aus dem Schutt dieses barbarischen Krieges aufgebaut haben, diese beispiellosen Frauen, aufs Gröbste zu diffamieren; dies ist an Schamlosigkeit nicht zu überbieten.

Worte, die er in die Welt setzt, die diese Generation, ihre Kinder und Enkel, veranlassen müssten, im ganzen Land aufzustehen und deutlich zu sagen: „Jetzt ist es genug“!

WIR lassen uns das nicht mehr gefallen, ein Deutschland, in dem WIR Angst haben müssen, um unsere Worte.

Wir lassen uns nicht mehr gefallen, dass ein behindertes Kind, Greta Thunberg, zum Leitbild unserer Politik gemacht wird.

Vor wenigen Jahren gab es eine ähnliche Kampagne in den großen Blättern gegen uns Rentner.

Da waren Worte, wie Altersarmut, noch in den Schubkästen der Politiker, damit es nicht kursiert; es wurde die Auseinandersetzung zwischen „Jung und Alt“ geschürt, um abzulenken. Heute zählt Altersarmut zum täglichen Bild in Deutschland; ein „reiches Land“, so Frau Merkels Worte. Berührend ist für mich, in diesem so „reichen Land“, das nun schon junge Menschen in die Papierkörbe gucken müssen.

Rentner müssen sich ein Zubrot verdienen und in den Supermärkten Regale füllen - jeder ist dazu nicht in der Lage. Diese Notwendigkeit erfasst einen immer größeren Kreis der Rentner - letztens las ich, dass diese Menschen einen Ausgleich innerhalb ihrer Freizeit suchen.

Wieviel Hohn und Spott müssen diese Menschen noch ertragen?

Und Hohn und Spott ist es für diese Menschen, wenn aus der Partei „die Linke“, Frau Franziska Schneider im Jahr 2019 äußert, das sie sich auch vorstellen könne, mit 2.000 Euro im Monat leben zu können.

Welcher Rentner verfügt über dgl. Einnahmen? Pure Verhöhnung von Generationen, die dieses Land aufgebaut haben.

Eine Partei, „die Linke“, die das Millionenerbe der SED übernommen hat und deren Genossen und Stasi-Getreuen heute von diesem Erbe „es sich GUT gehen lassen“.

Und eine Partei, die Meinungsvielfalt ablehnt, und auch zu „Druckmitteln“ greift, wie im Falle des Verlegers Hauke.

Alten, „bestimmenden Anspruch“, so wie die SED auftrat, setzt unzweifelhaft die Erbpartei auch heute noch um; nur diese sagt was „richtig“ ist, man konnte es aus den Beiträgen dieser Partei deutlich lesen. Aber es ist ja nicht nur diese Partei!

Ja, warum lassen WIR uns das alles gefallen?

Ein Polit- und Medienkartell bestimmt heute unser Land und bestimmt unsere Worte – demnächst bestimmen sie auch unser Denken!

In meinem Wahlaufruf zur Landtagswahl hatte ich den Satz: „Nie wieder soll es heißen, WIR haben davon nichts gewusst.“     

Wolfgang Graetz

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Sarrazin wird der SPD fehlen

 

Der Hauke-Verlag ist noch unabhängig, kann und will sich die Wahrheit leisten. Die zuwendungsabhängigen Medien können deutlich wahrnehmbar nur noch nach den Vorgaben „informieren“? Doch das fällt den bildungsnahen und nicht am betreuten Denken teilnehmenden Bürgern zunehmend auf. Die Altparteien haben so der Demokratie einen riesigen Schaden zugefügt, denn kritische und fragende Bürger stets in die rechte Ecke zu stellen, kann nur die gesellschaftliche Spaltung verstärken. Die SPD ist der Erfinder der Bürgerverprellung, und ich meine damit diesmal nicht deren sozialfeindlichen Rentenhalbierung von 2005. Nein, die SPD hat nun tatsächlich auch noch ihren Kritiker Sarrazin rausgeschmissen. Sarrazin hatte vor den problematischen Folgen der unkontrollierten Umsiedlung von Bürgerkriegsverlierern und der massenweisen unkontrollierten Einreise von ungeeigneten Wirtschaftsmigranten und IS-Verbrechern gewarnt. Nun wird die SPD kaum noch gewählt, aber sie haben Sarrazin dennoch rausgeworfen! Vielleicht wollen oder sollen sie sich selber zerstören? Da sind die Parteifunktionäre mal auf dem richtigen Weg. Ich bedauere das sehr!

Andreas Heising

 

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