Zeitung lesen
Knaupps Kolumnen

Polen noch nicht verloren
Die angesprochene „Linke  und die Pressefreiheit“ ist ein Kapitel für sich. Einerseits halte ich Weltoffenheit und Toleranz, wie sie der Zeitung „Kümmels Anzeiger“ vom Hauke-Verlag abgesprochen werden, für notwendig, um nicht ins Totalitäre  wie  Russland, Türkei, Ungarn, Venezuela, China u.a. abzurutschen. Nach den Erfahrungen mit dem Staats- und vorher National-Sozialismus sollten wir alle hart gegenhalten. Die Partei Die Linke lässt an der Stelle etwas zu wünschen übrig. Wann gab es ihre Versammlung für eine Abrechnung mit dem Stalinismus? Ich meine nicht nur die Zeit bis 1953, sondern auch deren Nachwehen bis 1989! Zum Beispiel jede Woche verschickte das Politbüro in Berlin an jede Redaktion im gesamten Land eine verbindliche Liste mit den Themen, die im Medium als erstes zu behandeln seien. Ein Mitarbeiter der Ostseezeitung – ehemals Parteiorgan in Rostock – berichtete mir das 1995. Und heute: wird die Kritik an Maduro in den parteinahen Medien breit dargestellt, oder werden nicht vielmehr Ergebenheitsadressen an erste Stelle gerückt? Gibt es eine Kritik an Putins Bomben auf die Aleppo-Bevölkerung? Was also heißt Pressefreiheit?  Die Zeitung nun veröffentlicht zwar sehr viele Zuschriften, die zum von der AfD bedienten Wunsch nach starken Männern (z.B. Putin, Orban, Höcke, Kalbitz) keine Distanz zeigen. Auch die AfD-typische Leugnung des menschengemachten Anteils an der Klimaverschlechterung gehört dazu. Andererseits liegt es immer noch an den Lesern selber, wenn eine Zeitung eine bestimmte Richtung ausbaut. Solange Briefe wie meiner oder jener von Gaworzewski (über Klima-Leugner) abgedruckt sind, halte ich „Polen noch nicht für verloren“…   

Ralph Vogel

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Pressefreiheit verteidigen!
Der Beitrag von Erik Nickel in der Ausgabe vom 27.11.2019 veranlasst mich, diesen Brief zu schreiben.
Teile der Partei DIE LINKE scheinen aus der Vergangenheit nichts gelernt zu haben. Stellvertretend, auch für andere, nenne ich die Namen Franziska Schneider, Dr. Elvira Strauß und Silke Voges. Für diese stand der Klassenfeind bis zum Mauerfall hinter dem „antifaschistischen Schutzwall“, heute lebt er, in ihren Augen, mitten unter uns. Denn der Hauke-Verlag wagt es, Meinungen abzudrucken, die nicht mit denen der LINKEN übereinstimmem. Reflexartig, wie zu DDR-Zeiten, müssen nun Repressalien her, um den Abweichlern (von ihrer Meinung) zu schaden.
Es ist eine unsinnige Behauptung, dass die Beiträge von Herrn Hauke die Gesellschaft spalten würden. Die ist längst gespalten.
Beschlussvorlagen wie die der LINKEN, die dem Hauke-Verlag wegen seiner praktizierten Meinungs- und Pressefreiheit Schaden zufügen wollen, tragen zur weiteren Vertiefung der Spaltung bei. Es würde bei einer erneuten Beschlussvorlage mit (im wesentlichen) gleichem Inhalt nicht ausreichen, mit einem Änderungsantrag etwas verbessern zu wollen. Hier ist eine klare und unmissverständliche Zurückweisung bei eventuellen Abstimmungen erforderlich.

Udo Feige

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Batteriestrom zum Heizen ist unsinnig
Sehr geehrter Herr Hauke,
in der Tat kann ich mir kaum eine größere Dummheit vorstellen, als Batteriestrom zum Heizen von E-Fahrzeugen zu verwenden. Zur Zeit schafft man es in Deutschland gerade einmal, 42% des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energiequellen zu erzeugen. Man müsste aber den gesamten Energiebedarf in Betracht ziehen, der vielleicht dreimal so hoch ist, nämlich Gebäudeheizung und Verkehr, der zum größten Teil nicht elektrisch betrieben wird.
Unsere Altvorderen haben z.B. in Berlin ein großartiges Nahverkehrssystem mit S- und U-Bahn geschaffen. Bis heute ist u.a. das zweite S-Bahngleis nach Hennigsdorf (S 25) nichtwiederhergestellt, das nach dem Krieg demontiert wurde. Man hat es nicht geschafft, eine U-Bahn zum Noch-Flughafen Tegel zu bauen, und auch eine U-Bahnverlängerung zum BER wurde bis heute nicht begonnen. Aber vielleicht zieht ja auch niemand eine eventuelle Eröffnung des BER in Betracht. Zur Hauptverkehrszeit wird man mit dem PKW nicht dorthin kommen, da z.B. der Autobahntunnel Britz (A 113) schon jetzt überlastet ist. Und die Deutsche Bahn? Sie wurde in den 1990er Jahren im Zuge der geplanten Privatisierung ruiniert. Jetzt wird sie von hochbezahlten Managern geleitet, die man anderswo abgeschoben hat. Dass es anders geht, kann man sich in der Schweiz oder in Österreich
anschauen. Die ÖBB schickt uns netterweise ein paar Nachtzüge, deren Betrieb die DB eingestellt hat.

Burkhard Kirste

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Ist doch nicht so schlimm,
dass die Beschäftigten des Arbeitsamtes 22 Parkplätze bei NETTO am Bahnhof Erkner ganztägig (auch am Wochenende) für sich reservieren.
Wir sind doch nur das einfache Volk, die das bezahlen. Es ist auch nicht so schlimm, dass die Kriegskosten in Afghanistan für Deutschland sich laut dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung vom 20.5.19 auf ca. 36 Milliarden Euro belaufen.

Olaf Lehmann

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Kritisches zu Tesla in Grünheide
Was wäre, wenn sich offenbart, dass die Tesla-Ansiedlung in Grünheide finanziell und ökologisch nicht zu vertreten ist? Meine feste Überzeugung, dass auch dann dieser „Deal“ durchgepeitscht wird, teilen sicherlich auch viele Bürger mit mir.
Denn anders, als bei den „selbstgemachten“ Finanzgräbern der Vergangenheit, wie die Chipfabrik, Zeppelinhalle, Lausitzring und Schönefeld z.B., wird hier niemand gefragt – jedenfalls nicht ernsthaft – und am wenigsten die hinterher alles auszubaden habenden Bürger.
Nach 30 Jahren „Demokratie und Freiheit“ überrascht es kaum noch jemanden im Osten, wenn der neue „Befreier“ sich auch diesmal die Freiheit für den maximal-profitablen Standort einfach nimmt – und basta!
Im Kümmels Anzeiger vom 27.11.2019 müht sich Herr Vogelsänger uns „auf Linie“ zu bringen, oder uns die „Kröte schmackhaft zu machen“.
Mich erinnert dies eher an die Dialektik der 70er und 80er Jahre. Das angesprochene Verkehrsproblem, welches jetzt in Erkner kaum noch zu bewältigen ist, führt dann mit absoluter Sicherheit in diesem Gebiet zum Kollaps – wobei dies noch zum kleineren Übel zählen würde. Der enorm ansteigende Trinkwasserverbrauch des US-Molochkonzerns, mit all seinen Zulieferern nebst Personal, würde den sowieso schon bedenklich abgefallenen Grundwasserspiegel im Trinkwasserbezugsbereich Berlins dann dramatisch weiter absenken – mit all den bekannten Folgeerscheinungen. Kontaminiertes Abwasser in kaum noch zu händelbaren Mengen ist auch ein nicht zu ignorierendes Problem, u.s.w., u.s.w.!Und wer garantiert uns letztlich, nur eine ausschließlich zivile Riesenfabrik vor die Haustür zu bekommen? In der Zeit einer bisher nie dagewesenen Hochrüstung sei diese Frage nicht nur erlaubt, sondern dringend geboten. Sollte das Bühnendrama „Wahnsinn life“ aufgeführt werden, dann möchte ich nicht unbedingt in der ersten Reihe sitzen!

Manfred Nickel

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Fakten zum Klimawandel
Die Klimahysterie und die Klimapanik wird aus blühenden Ländern Europas (EU) einen brach liegenden Kontinent machen. Kehren wir zurück zur Rationalität und dem Machbaren. Jeder sollte sich mit dem Thema auseinandersetzen und kritisch die propagierte Meinung der ÖR-Medien und der Politik hinterfragen. Hier eine sehr kleine Auswahl wie man sich diesem komplizierten Thema nähern kann und auch Fakten findet, welche die Grundlagen der aktuellen Klimapolitik widerlegen:
• Marcel Crok (2005): Risse im Klima-Konsens, Artikel
• ARD Reportage (2007) : Klimaschwindel, ein sozialistisches Machtprojekt www.youtube.com/watch?v=00iXUkHUmbY, Video
•A.W. Montford (2010): The Hockey Stick Illusion; Climategate and the Corruption of Science (Independent Minds), Buch
• A.W. Montford (2012): Hiding the Decline, Buch
• Prof. Dr. H.-J. Lüdecke (2019): Warum die Energiewende ein totes Pferd ist und der SPIEGEL Unsinn schreibt (Physikalisch Zusammenhänge zur Energiewende), Artikel
• Prof. Dr. sc. techn. Dr. rer. nat. W. Bennert, Prof. Dr. habil. W. Merbach, Prof. Dr.-Ing. H.-G. Appel, Dr.techn. Dipl.-Ing. H. Waniczek (2019, ISBN 978-3-00-063425-3): Kann der Mensch das “Klima retten”?, Heft
• www.frontiersin.org, sciencefiles.org; kaltesonne.de; electroverse.net;
Wikipedia ist zu diesem Thema nicht zu empfehlen, hier sind zu viele ‘Lösch-Aktivisten’ unterwegs
• Mitmachen!!! (2019): 16 Fragen zum Klimawandel, www.klimafragen.org
Eine weitsichtige und globale Umweltpolitik ist heute wichtiger als ein sinnloser Klima-Aktivismus. Hier können uns viele neue Technologien und Zukunftstechnologien, welche noch in den Schubläden liegen, aber nicht gefördert werden, helfen. Die aktuelle Klimapolitik, welche funktionierende Strukturen, Gesellschaften, Industrien, Stromnetze, Lebensstandard, Sozialleistungen (in D. ca. 965Milliarden pro Jahr) auf dem Klimaaltar opfert, ist dazu nicht in der Lage.   

K.-H. Degen

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Fragestellung – eine Parabel

- Wenn ich in vieler Leute Runde
Wo Lebensfragen werden gestellt
Da schwankt schon mein Gemüte
Wie sich unterschiedlich Geist verhält
Doch ich finds ganz amüsant
Die Antwort schwebet schon im Raum
Man diskutiert weit ab von Lebensnähe
Geimpfte Lehrbarkeit, man fasst es kaum –

Ob ich aus dieser Runde
Im Zweifelsfall mir Fragen stelle
Bin ich nun bereichert an Erfahrungen
Aus all den ganzen Widersprüchen
Unerreichbar Quelle?
- Wenn mir in vorgegebener Antwort
Gezielte Fragen werden gestellt
Ist schon mein Freisinn eingeschränkt
In unsrer Medienwelt
Am Stimmungsbarometer mit gehangen
Der eignen Meinung jäh beraubt
Bin ich in Rede wohl befangen
Was mir die einflussreiche Macht erlaubt –

Verdammt, wie gewichtet werden offne Worte
Das ist wirklich nicht nach meinem Sinn
Jedoch die Würde freien Denkens
Lass ich mir nicht nehmen
Weil ich auch Teil der Gesellschaft bin!
Nina Striewski