Zeitung lesen
Knaupps Kolumnen

Wahlkampf mal ganz anders
Der Wahlkampf ist im Gange und alle demokratischen Parteien dieser Republik nutzen ihr Recht, sich dem Wähler mitzuteilen.
Selbstverständlich gehört auch die AfD zum politischen Erscheinungsbild in diesem Lande und wirbt natürlich - und nicht erfolglos – eben für ihre Ziele.
Einer der fleißigen Wahlhelfer, für die jede Partei dankbar ist, schrieb mir folgende Zeilen:
„Wahlkampf-Danksagung:
Wir möchten uns im Namen der AFD bei den fleißigen Abriss(Hohl)birnen bedanken. Ihr seid wahre Lichtgestalten der Demokratie. Wenn wir gewusst hätten, dass Ihr so große Liebhaber unserer Wahlplakate seid, hätten wir Euch gern ein paar Gratis-Exemplare, damit ihr sie hättet nicht von den Laternen abreißen müssen, zugeschickt. Leider habt Ihr bei Euren Nacht- und Nebelaktionen vergessen, Eure Absender zu hinterlassen. Aber ich glaube, Ihr seid sicher noch lernfähig. Und irgendwie haben wir in unserem großen Herzen auch einen Platz für Euch. Bis zum nächsten Wahlkampf.“
Na ja, wenn das alles ist, was die Gegner der AfD aufs Tapet bringen können, dann sind sie genauso zu bedauern wie diejenigen, die militant und hetzerisch, verläumderisch und rechthaberisch die AfD bei jeder Gelegenheit diffamieren!
Die Wähler werden es ihnen danken!      

Wolfgang Prasser
AfD Müncheberg

_________________________________________________________________________________________________________________________

Wer trägt die Verantwortung beim Klima?
Die überwiegende Mehrheit der Wissenschaftler geht davon aus, dass seit Beginn der Industrialisierung eine Klimaerwärmung eingesetzt hat und dafür mit hoher Wahrscheinlichkeit in aller erster Linie der Mensch verantwortlich sei. Werde bei der Klimaerwärmung ein bestimmter Wert überschritten, sei der Prozess nicht mehr oder kaum noch rückgängig zu machen. Ob dies tatsächlich zutrifft, kann der Bürger aus eigener Sachkunde kaum entscheiden. Ich halte es aber für verhängnisvoll, darauf zu vertrauen, dass, wie wenige andere Experten meinen, es gar keine Klimaerwärmung gebe oder die Klimaerwärmung nur durch natürliche Einflüsse verursacht worden sei, der Mensch darauf keinen Einfluss habe.
Es stellt sich aber die Frage, wer sind die großen Verursacher und wie kann man den Anstieg derTreibhausgase stoppen? Nach Aussagen der Wissenschaftler sind die Wälder unserer Erde für das Klima, die Menge des absorbierten CO2 und damit das Gleichgewicht der Natur von entscheidender Bedeutung. Trotz dieser Erkenntnis werden zum Beispiel in Brasilien täglich riesige Waldflächen abgeholzt und in in anderen Ländern, auch in Deutschland, immer mehr Wald- und Grünflächen bebaut, ohne gleichzeitig Ausgleichsbepflanzungen vorzunehmen. Ich habe bisher nicht feststellen können, dass die Regierungen dieser Welt entschieden darauf Einfluss nehmen, dass besonders diese großen Wälder geschützt werden und in allen Teilen der Welt eine planmäßige Aufforstung erfolgt.
Für den Anstieg des Treib-hausgases CO2 sollen nach den Angaben der Wissenschaftler vor allem die Industrie, insbesondere die industrielle Tierhaltung, die Kohlekraftwerke und die Verbrennung von Benzin, Öl sowie Gas und damit die mit ihnen betriebenen vielen Flugzeuge und Schiffe verantwortlich sein.
Nach meiner Überzeugung ist der Anstieg der Treibhausgase systembedingt und dafür vor allem die Industrie und Handelsunternehmen verantwortlich, mit ihrem ständigen Streben nach Steigerung der Produktion, des Absatzes und immer höherer Gewinne. So werden zum Beispiel soviel Fleisch und andere Güter produziert, dass ein Großteil nicht abgesetzt und vernichtet werden. Aber diese Lebensmittel und Güter wurden zum großen Teil auch unter Freisetzung von CO2 produziert oder auf dem Weg zu den Kunden mit dem Güterverkehr transportiert, der am CO2 Ausstoß beteiligt ist.
Nach Angaben der Verbraucherzentrale landen allein in Deutschland jedes Jahr ca. 11 Millionen Tonnen Lebensmittel im Wert 25 Milliarden Euro im Müll.
Zur Verschwendung tragen alle bei: Hersteller, Landwirtschaft, Handel und Verbraucher. Jedem Autofahrer ist bekannt, das die Verbrauchsangaben der Hersteller nicht mit der Realität übereinstimmen und alle Pkw, die mit Benzin oder Diesel betrieben werden, einen höheren Verbrauch haben, als tatsächlich angegeben. Dennoch hat dies seit Jahren kaum einen der Verantwortlichen oder Politiker interessiert. Obwohl allen bekannt ist, das Pkw bei hohen Geschwindigkeiten in der Regel mehr Treibstoff verbrauchen und durch eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf zum Beispiel 120 km/h auch Treibstoff eingespart und der Ausstoß der Treibhausgase gesenkt werden könnte, erfolgt eine solche Maßnahme nicht.
Kein vernünftiger Mensch braucht auch Pkw mit 200 PS und mehr.
Aber es geht nach meiner Ansicht nicht nur um die Verhinderung einer weiteren Klimaerwärmung, sondern vorrangig um den umweltschonenden Verbrauch unserer Rohstoffressourcen und damit auch um die Reduzierung umweltschädlicher Treibhausgase. Früher haben viele deutsche Firmen Qualitätsprodukte hergestellt, auf die sie eine Herstellergarantie geben konnten. Garantien auf die hergestellten Erzeugnisse sind heute immer mehr die Ausnahme und oft muss der Käufer die Kosten für eine Garantie tragen, damit er bei einer mangelhaften Qualität geschützt ist. Heute werden viele Produkte bereits nach der sechsmonatigen Gewährleistungszeit defekt und viele können nicht einmal mehr repariert werden. Die große Industrie und der Handel haben viele Produkte auf den Markt gebracht, die unsere Umwelt belasten, wie Plastiktüten, Erzeugnisse die doppelt oder dreifach verpackt sind, Plastikflaschen, Mogelpackungen usw. In den Supermärkten stehen fast nur Erzeugnisse in Plastikflaschen oder die in Plastikfolie verpackt sind. Gemüse wird oft aus anderen Ländern nach Deutschland transportiert, obwohl dies auch in der Region angebaut wird und auch von regionalen Anbietern bezogen werden könnte. Neuerdings haben die Umweltschützer die Kreuzfahrtschiffe als einen Hauptverursacher der Luftverschmutzung identifiziert und dies, obwohl es nur relativ wenige Kreuzfahrtschiffe gibt und die Kreuzfahrtflotten immer mehr Abgasreinigungsanlagen nutzen oder Treibstoffe verwenden, die nicht so viel Abgase freisetzen. Warum nur die Kreuzfahrtflotten im Mittelpunkt der Kritik stehen, ist nicht nachvollziehbar, denn nach den Angaben des Umweltbundesamtes sind auf den Weltmeeren rund 40.000 Handelsschiffe unterwegs, die vor allem Öl als Antriebsmittel nutzen. Hingegen gibt es nur ca. 6500 Passagierschiffe, davon etwa 300 Kreuzfahrtschiffe. Dass Elektroautos dazu beitragen können, die Treibhausgase zu verringern, setzt voraus, dass der für ihren Betrieb benötigte Strom und die für ihren Betrieb benötigten Speicher aus umweltfreundlich gewonnener Energie stammen, auch Speicher mit größerer Kapazität zur Verfügung stehen, genügend Schnellladestationen und die Frage der Langzeitnutzung und Wiederverwendung der ausgedienten Speicher gelöst ist. Scheinbar werden diese einfachen Zusammenhänge nicht begriffen und auch nicht, dass allein die Schaffung von Anreizen zum Kauf von Elektroautos wenig Sinn macht. Die Bundesregierung hat sich offenbar nur auf die Einführung von Fahrzeugen mit Elektroantrieb konzentriert, obwohl es auch andere Möglichkeiten gibt, wie zum Beispiel den Wasserstoffantrieb. Letztgenannter hat wohl den Vorteil, dass er energieneutral hergestellt und benutzt werden kann.
Obwohl die Pkw mit Elektromotor über ein einfaches Antriebssystem verfügen, sind sie so teuer, dass sich kaum ein normaler Bürger ein solches leisten kann. Aber auch der Bürger selbst kann natürlich durch sein Verhalten zum umweltschonenden Verbrauch unserer Ressourcen und zur Verringerung der Treibhausgase beitragen.
Auf den umweltschonenden Verbrauch unserer Ressourcen und die Verringerung der Treibhausgase haben aber vor allem die Industrie und der Handel Einfluss..
Statt immer wieder die Bürger mit höheren Steuern zu belasten, müssten die Regierungen eine langfristige Strategie zur Vermeidung der Ressourcenverschwendung erarbeiten und gegenüber der Industrie und dem Handel durchsetzen.
Siegfried Ruddies