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Knaupps Kolumnen

Die Grünen sind die Partei des Klimaschutzes!
Zum Leserbrief: „Eine teure Schau!“ von Andreas Heising
Der o.g. Leserbrief erregte mein Interesse – ein Potpourri zu aktuellen politischen Themen. Ich will das Problem Klimawandel, Heisings zentralen Punkt, aufgreifen; zumal er gängige, landläufige Argumentationsmuster bedient, denen grundsätzlich zu widersprechen ist. Lassen wir den „witzigen“ Einstieg von den E-Autos weg, die frühere Klimaveränderungen auch nicht hätten verhindern können; dann folgt schon das Muster, die Grünen (oder wahlweise Greta Thunberg) für Klimawandel in die politische Verantwortung zu nehmen. Ein horrendes Missverständnis. Die Grünen sind die Partei, die seit ihrer Gründung den breit verstandenen Umweltschutz – dazu gehört auch der Klimawandel – thematisiert; daher ihre momentane Glaubwürdigkeit und Zunahme in der Wählergunst. Sie benennen aber damit nur ein Problem, dem Naturgesetze, nach denen die physische Welt funktioniert und so auch das Klima, zugrunde liegen. Früher wurde der Überbringer schlechter Nachrichten noch geköpft, heute nur noch diffamiert; schon ein Fortschritt. Das Klima als statistische Zusammenschau des Wettergeschehens (Wetter und Klima werden häufig gleichgesetzt, was völliger Quatsch ist) in der Regel über 30 Jahre hinweg hat und wird sich ändern, über alle Zeiten hinweg. Interessant sind aber die Ursachen, warum es sich ändert. Zugrunde liegt dem die Entropie, die durch den Zeitfluss des Universums eine extrem wahrscheinliche Richtung aufweist; das näher auszubreiten führte hier zu weit. Konkret: Wir wissen, wie viel Kohle, Öl und Gas die Menschheit in etwa verbrennt. Daraus lassen sich die vom Menschen verursachten Kohlendioxidemissionen (CO2) berechnen. Die Zunahme der CO2 Konzentration in der Atmosphäre wird an zahlreichen Messstationen weltweit präzise registriert; sie ist von etwa 280 ppm (parts per million) zu Beginn der Industrialisierung bereits auf über 400 ppm angestiegen. Der beobachtete jährliche Zuwachs stimmt gut mit den vom Menschen verursachten Emissionen überein, wobei knapp die Hälfte des von uns ausgestoßenen CO2 von den Ozeanen und von Pflanzen aufgenommen wird. Seit langem wissen wir, dass CO2 Wärmestrahlung absorbiert und daher als Treibhausgas wirkt und den natürlichen Treibhauseffekt verstärkt. Dieser resultiert daraus, dass die kurzwellige Sonnenstrahlung die Atmosphäre fast ungehindert bis zur Erdoberfläche durchdringen kann, die von der Erdoberfläche ausgehende langwellige terrestrische Strahlung aber bevorzugt von den Treibhausgasen in Wärme umgewandelt wird. Wegen der Zunahme von CO2 würde man also eine Erwärmung erwarten können, die man auch tatsächlich in Temperaturmessdaten direkt erfasst. Ohne menschliche Aktivitäten lassen sich die beobachteten Veränderungen im Klimasystem also nicht erklären.
Da ist es auch mehr als unerheblich, ob die Grünen „realitätsbezogene Fragen und Probleme ausblenden“ oder in „politischen Aktionismus“ verfallen. Wir als Gesellschaft, als Weltgesellschaft, müssen die Fragen und Probleme lösen, die vorrangig in der Emissionsreduktion von CO2 liegen. Pläne dafür liegen für die Bundesrepublik vor und es sind nicht die Grünen, die deren Implementierung verhindern. Gelingt diese Reduktion nicht oder nur unzureichend, drohen unter anderem unbewohnbar heiße Städte, großflächig überflutete Küstenregionen (in denen Hunderte Millionen Menschen leben), katastrophal lange Dürreperioden, Wasserknappheit, Ernteausfälle, riesige Wald- und Buschbrände und als Folge all dessen Abermillionen an Klimaflüchtlingen. Alles auf einmal. Einen Vorgeschmack gaben uns hier und anderswo die letzten  heißen Sommer.
Heising hat recht – weltweit ist Klimaschutz nicht gerade auf dem Vormarsch. In den USA und Brasilien sind Präsidenten an der Macht, die den Treibhauseffekt für Fake News halten, und in weiten Teilen der Dritten Welt wird ein neues Kohlekraftwerk nach dem anderen ans Netz genommen. Aber auch das ist nur die halbe Wahrheit: In kaum einer anderen Region werden derzeit so ehrgeizige Klimaziele gesetzt wie im US-Bundesstaat Kalifornien. In China, dem größten Industrieland überhaupt, wird mindestens so intensiv über höhere CO2-Preise nachgedacht wie hierzulande. Und auch Indien baut derzeit einige der größten Solarparks der Welt und der Bau vieler Kohlekraftwerke wurde suspendiert. Wenn es uns Europäern gelänge, bei der CO2-Bepreisung ein funktionierendes System zu etablieren, hätten wir die Chance, den weltweiten Standard zu setzen.
Durch die Bepreisung des CO2 soll dessen Emission verringert werden. Der Staat sollte das, was er damit einnimmt, auf anderem Wege an die Bürger zurückgeben, zum Beispiel indem er die Stromsteuer senkt und/oder jedem Einwohner am Jahresende einen Geldbetrag erstattet. Bei einem sozial ausgestalteten Klimaschutz werden die Bürger auch mitziehen, denn Geringverdiener werden entlastet, weil sie in der Regel kleinere Wohnungen haben und weniger Auto fahren. Ihre Mehrkosten lägen deshalb unter dem Betrag, den jeder Bürger jährlich als Klimadividende vom Staat bekäme. Obere Einkommensgruppen dagegen müssten im Schnitt mehr zahlen, gerade weil sie überdurchschnittlich viel Energie verbrauchen. Für Berufspendler, die weite Wege zur Arbeitsstelle zurücklegen, muss der Staat spezielle Hilfen gewähren, etwa durch einen Härtefallfonds. Deutschland ist nach den EU-Regeln verpflichtet, bereits in den nächsten Jahren den Ausstoß schädlicher Treibhausgase auch in den Bereichen Verkehr und Gebäude zu reduzieren. Sonst werden Milliarden für den Kauf von sogenannten CO2-Zertifikaten aus anderen Ländern fällig. Das sollte Deutschland vermeiden. Stattdessen benötigen wir für eine Übergangszeit eine nationale Lösung. Die kann entweder in einer CO2-Steuer oder einem eigenem Emissionshandel für den Verkehrs- und Gebäudesektor bestehen.
Alles in allem – der Klimawandel ist eine physikalische Gegebenheit und Physik hat sich noch nie menschlichem Willen und Wollen und schon gar nicht jahrzehntelangem politischen Finassieren gebeugt. Nota bene ein US-Amerikaner sagt es so: „Als die USA während des Zweiten Weltkrieges angegriffen wurden, fragte niemand ‚Können wir uns das leisten, diesen Krieg zu kämpfen?‘ Es war eine existentielle Sache. Wir konnten es uns nicht leisten, ihn nicht zu kämpfen. Gleiches gilt für die Klimakrise. […] Der Klimanotstand ist unser Dritter Weltkrieg“.
Stephan Wohanka

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Ein halbes Jahr Leibeigener
Sehr geehrter Herr Hauke,
wir bewundern immer wieder Ihre Offenheit, über Probleme Landes zu schreiben, wie keiner sonst. Dafür möchten wir uns immer wieder bedanken. Nun muss ich mich total gefrustet an Sie wenden. „Ein halbes Jahr, Leibeigener des Staates“.
Nach einer Studie des Steuerzahlerbundes bleibt uns Bürgern erst ab dem 15. Juli etwas übrig vom Lohn/Gehalt, denn rechnerisch ging die bisherige Arbeitsleistung komplett für Steuern und Sozialabgaben drauf! D.h. ein Haushalt muss mehr als die Hälfte des Einkommens an den Staat abführen. Kein Ende in Sicht, aber warum nur die Hälfte, überlegt da der Feudalstaat, denn gottseidank gibt es ja die sogenannten „Wirtschaftsweissager“. Die empfehlen jetzt: die CO2 Steuer muss kommen, um die Treibhausgase bis 2030 gegenüber 1990 um 55% zu senken. Umweltministerin Schulze begrüßt natürlich die Vorschläge der Weissager. Noch teurer das Benzin. Ein sozialgerechter CO2 Preis soll kommen?
Das ist Steuerabzocke auf höchsten Niveau! Grüner geht‘s doch gar nicht mehr! Und Frau Merkel? Sie lächelt, als Sie von den Wirtschaftswahrsagern die Mappe mit den Empfehlungen zur CO2-Steuer überreicht bekommt.
Eigentlich hätte sie einen neuen Zitteranfall bekommen müssen:   oder ist sie schon so umnebelt, dass sie vergessen hat, was sie beim Bürgerforum der MOZ in Schwedt sagte? Sie lehnte eine CO2 Steuer ab, schon gar nicht könne eine solche Steuer einfach auf den Spritpreis aufgeschlagen werden. Nachzulesen: MOZ Spreejournal: „Merkel lehnt Steuer auf Kohlendioxid ab“, vom 2.5.2019, Seite 1.
P.S. Politikerweisheit: „Was interessiert uns das Geschwätz von gestern.“
Ich hoffe, Ihre Berichterstattungen bleiben auf diesem Niveau,
und lassen Sie sich um Himmelswillen nicht den Mund verbieten. Vielen Dank und herzliche Grüße sendet
Fam. Werner Müller

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Nur noch kopfschütteln
Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht!
Mein persönliches Erleben, nur noch kopfschüttelnd.
Ich werde in diesem Jahr 50, habe mit 16 das Internat besucht und war mit 18 Facharbeiter. Habe meinen Wehrdienst verrichtet und nun, 30 Jahre nach dem Mauerfall, nach diversen sinnlosen Umschulungen und Trainingsmaßnahmen, herzkrank, Bandscheiben kaputt und nervlich ein Wrack.
Und nur weil ich als Ossi nicht dachte, dass man so belogen werden kann von Ämtern und Behörden. War ein Irrtum. Das man nur dazu dient, anderen den Job zu ermöglichen und um Statistiken positiv aussehen zu lassen.
Politiker, die sich regelmäßig Diäten erhöhen und dem kleinen Bürger erklären, Mindestlohn reicht zum Leben und man soll sich um die Altervorsorge selbst kümmern. Tja, mit über 10.000 Euro Diäten im Monat, kein Problem. Vielleicht sollten die Herrschaften mal arbeiten gehen statt den Staat immer weiter in den Abgrund zu ziehen (marode Schulen, Straßen, Schienensysteme usw.) und von Dingen reden, die sie nicht annähernd verstehen. Abgeschirmt unter Ihrer Glaskuppel, weit weg von der Realität. Denn nur, wen es betrifft, weiß wie es sich anfühlt. Millionen werden hier im Osten in der Altersarmut enden, weil es in dreißig Jahren nicht geschafft wurde, vernünftige Löhne zu zahlen, dann wäre das Thema Altersarmut nämlich keins. Stattdessen stellen wir uns in Armenspeisungen an und sehen noch zu, wie Millionen Flüchtlinge (die ja in kurzer Zeit integriert werden sollen, wo es zwischen Ost und West in dreißig Jahren immer noch keine Angleichung gegeben hat) überrennen und 100e Milliarden investiert werden. Geld, was Menschen, die hier ein Leben lang geschuftet haben, vorenthalten wird und viele sogar in die Obdachlosigkeit treibt. Aber gegen Menschenrechte wird ja nur hinter den Grenzen Deutschlands verstoßen und mahnend der Finger gehoben. Im eigenen Land scheinen die Menschenrechtsgesetze außer Kraft zu treten. Ca. 10.000 Tote jedes Jahr, die sich aus Verzweiflung das Leben nehmen, sagen da etwas anderes. Welch ein Armutszeugnis stellen sich diese Regierenden selbst aus. Aber so war es schon immer, es ist einfacher sich auf die Seite der Großindustriellen zu stellen und noch die ein oder andere Million abzufassen, als sich um die Belange von einem Drittel der eigenen Bevölkerung zu kümmern denen es schlecht geht! Es gibt von euch einfach zu viele, die für‘s Reden bezahlt werden, Verzichtet auf Diäten und gebt es den Menschen, die hier jeden Tag für Hungerlöhne ihren Mann stehen! Aber scheinbar ist das die Wertschätzung in diesem Land. Wir sind doch angeblich eins der reichsten Länder und leben eigentlich in einer modernen Sklaverei. Hat sich über Jahrtausende bewehrt; dem Volk das nötigste zum Überleben lassen und sich selbst ein tolles Leben machen. Sozial und gerecht! Ein Land, in dem man gut und gerne lebt. Das Volk kann nicht dafür, dass Millionen auf der Flucht sind, das ist eure weltweite Machtgier und Fehlpolitik. Nur ausbaden müssen es immer die kleinen Leute. Ihr lasst Millionen aus anderen Ländern ins Land und seht zu, wie das eigene Volk selbst das Land verlässt, weil es im Alter in würdeloser Armut leben müsste. Die Würde des Menschen ist angeblich unantastbar!  Politiker, geht mal ohne Leibwächter nachts durch die Straßen Deutschlands, zahlt euch Mindestlohn und dann redet noch einmal. Vielleicht bekommt ihr ja dann eine andere Sichtweise über Deutschland! Und in sieben Jahren dauert der Bau des BER genau so lange wie der Bau der Cheops-Pyramide vor 4.500 Jahren!
Maik Brestel

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Nur Frauen an die Macht?
Alles schon dagewesen - aber hoch aktuell, das Matriarchat. So schlecht hat das ja eigentlich nicht funktioniert, damals in „grauer“ Vorzeit. Sonst wären wir nicht mehr da, im Reich der Frauen, dem Matriarchat.
Den Gedanken weiter gesponnen: Wenn Mutti die Geschicke der Familie übernimmt, geht es eigentlich allen gut, oder ?
Die Frauen haben, allgemein gesprochen, nach dem Krieg „die Karre aus dem Dreck gezogen“, zu DDR-Zeiten war die Rolle der Frau unumstritten.
Mit dem „Wechsel in den Wohlstand“, also in den 90ziger Jahren, verlor sich die Rolle der Frau als Sicherung der Existenz in der Familie. Der Abstieg begann.
Der substantielle Inhalt in der Politik schwand rapide. Jux und Dallerei haben sich flächendeckend breit gemacht.
Können Sie sich noch einem Inhalt in der politischen Auseinandersetzung nähern?
Ist das Leben für Sie noch verständlich und nachvollziehbar?
Haben Sie noch einen Glauben an „Recht und Ordnung“?
Halt, ich werde nicht die Altanschließerproblematik anschneiden. Diese Frage wird sich nur philosophisch aufklären lassen.
Durch die Unfähigkeit, sich zu entwickeln, also sich zu reformieren, so aus der Bewegung im Wirkungsgrad zu reifen, sind schon andere „Machtkonstellationen“ zerbrochen. (Nein, nicht die DDR, vielleicht das Römische Reich oder das ehrwürdige Athen.)
Es ist die Arroganz, die Überheblichkeit, das Schweben in Superlativen, die allesamt das Gefühl für die „da unten“ verblassen lassen.
Männer sind da möglicherweise anfälliger als Frauen, diese denken „familiärer“. Männer sollten für die Tätigkeit in der Politik und deren Gestaltung verboten werden. Nur so ist der Schwachsinn in der Politik erklärbar.
Politik könnte ausfallen, es blieb jedoch noch die Verwaltung. Die Verwaltung dessen, was Politik so zu vertreten hat! Um diese schönen Posten in der Verwaltung, gut bezahlt, völlig unverbindlich und krisensicher, geht es. Und man hat sich eingerichtet!
Ich differenziere mal nicht den Begriff „Verwaltung“, es steht für alles, was „Politik“ so umzusetzen hat. Von der Gerichtsbarkeit, über die Medien, über die Abwasserentsorgung, das Baugenehmigungsverfahren, das Gesundheitswesen bis hin zur Rüstungsproduktion und deren Verteilung über die Welt.
Ein perfektes System, in sich abgestimmt und unantastbar skrupellos funktionierend.
Im Leitartikel der Wasserzeitung wird gefragt: Ist ein Zweckverband eigentlich berechtigt, Beiträge zu erheben?
Nach der Satzung zur Finanzierung des Aufwandes, ja!
Die hoheitliche Aufgabe des Staates für die Versorgung der Bevölkerung mit Wasser und Abwasser wird somit zurück überwiesen auf den Bürger. Einfach beschlossen und schon ist es Gesetz?
So einfach geht es in der „Behörde Wasser / Abwasser“? Sozusagen ein Staat im Staate, da erscheint  mir eine gGmbH angebrachter. Ehrliche Arbeit für die Bürger!
Wovon rede ich hier eigentlich?
Nun könnte man über die Verflechtung von Staat / Politik / Verwaltung noch philosophieren.
Mich hat das Urteil des BGH sehr enttäuscht und meinen Glauben an Recht und Ordnung gebrochen. Eine Schande schlechthin.
Nach dem Urteil des BVerfG war meine Erwartung hinsichtlich des BGH optimistischer.
Aber Gerichte haben den Staat zu schützen und dessen Vermögen, oder?
Welche Kompetenz hat so ein Staat eigentlich? Ganz klar, immer nur bis zur nächsten Wahl!
Ein Mandat - sozusagen geborgt vom Volk auf Abruf!
Aber jetzt die Wähler!
Ich bin unzufrieden mit der Wahlbeteiligung vom 26. Mai 2019, nur 46 %.
Sind die Wähler nicht in der Lage zu begreifen, welche Verpflichtung und Chance bei einer Wahl besteht – 54 % gehen nicht hin!
Eine Änderung ist möglich, bei jeder Wahl, so auch – am 1. September 2019 - es liegt an EUCH!
Weg mit dem Apparat der etablierten Parteien und deren wenigen Mitgliedern. Hin zu unverbrauchten verantwortungsbewussten Vertretern aus der Bevölkerung.
Es gibt sie doch, z.B., die Freien Wähler.
Neue Leute braucht das Land.
So also: Ihr Frauen schleppt eure Männer zur Wahl. Es ist nötig! Danke!
Gerd Scheffler