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Knaupps Kolumnen

Von Michael Hauke


Der Kommentar „Ihr müsst mich freundlich behandeln. Frau Merkel hat mich eingeladen!“, den ich in der vergangenen Ausgabe veröffentlichte, hat ein kleines Erdbeben ausgelöst. Tage lang stand das Telefon nicht mehr still, unzählige E-Mails gingen ein, Leser kamen persönlich vorbei. Auf Facebook wurde der Beitrag sensationell oft geteilt und gelikt. Viele Leser fotografierten den Artikel ab und verschickten ihn per WhatsApp und posteten ihn in den sozialen Netzwerken. Es waren viele, viele hundert Reaktionen. Und das alles nur, um sich zu bedanken, dass da jemand den Mut hat, das auszusprechen, was soviele denken.
Ich hatte vor der Veröffentlichung lange überlegt, meine persönliche Meinung zur Flüchtlingspolitik in einem Artikel in meinen Zeitungen darzulegen. Denn die Methode ist so bekannt wie perfide: Wer sich mit dem unbegrenzten, unkontrollierten millionenfachen Zuzug von Menschen aus dem islamischen Raum nicht anfreunden kann, wird sofort in die rechte Ecke gestellt, er ist ein Nazi und eh zu dumm, um zu begreifen, wie bunt Deutschland dadurch werde.
Das fast schon Perverse ist: Nicht diejenige, die millionenfachen Rechtsbruch begeht (Merkel hebelt das Dublin-Verfahren aus und bricht damit EU-Recht, Merkel lässt die Grenzen unkontrolliert und bricht damit nach einem aktuellen Gutachten des ehemaligen Verfassungsrichters Udo di Fabio die Verfassung), kommt an den Pranger, sondern diejenigen, die sich wagen, das zu beklagen. Eine Totschlagstrategie, vor der viele Menschen Angst haben. Ich auch. Die vielen hundert herzlichen, dankbaren Reaktionen haben mich aber bestärkt und mir wirklich Kraft gegeben. Vielen Dank.
Denn das war mein Ziel: Dem Widerspruch zu dieser Politik aus der Mitte der Gesellschaft heraus ein Gesicht zu geben, mit vollem Namen und Foto. Ich wünsche mir von Herzen, dass sich das verstärkt, denn in vielen Mails stand der Satz: „Bitte diskret behandeln, bitte nicht veröffentlichen!“ Es regiert die Angst. Die müssen wir alle, die muss die Gesellschaft überwinden. Jeder weiß aus den persönlichen Gesprächen mit Nachbarn, Freunden und Kollegen, dass die Befürchtungen vor der islamischen Masseneinwanderung groß sind. Im Bundestag gibt es praktisch keine Partei, die diesen vielen Menschen eine Stimme gibt. In den Medien wird verschwiegen und verdreht, bis das Vertrauen auf den Nullpunkt gesenkt wurde.
Der Skandal von Köln ist ja nicht nur ein Skandal der Zuwanderungspolitik, er ist auch ein Skandal der Medien, die vier Tage lang konsequent nicht berichteten. Es ist ein Skandal der Polizei, die die Ereignisse unter den Teppich kehren wollte und vor Ort den Opfern nicht helfen konnte, festgenommene Täter wieder freilassen musste, weil viel zu wenig Beamte geschickt wurden.
Und dass dies kein Zufall und kein spezielles Kölner Problem ist, wird dadurch deutlich, dass es in vielen anderen deutschen Städten am Silvestertag ganz genauso ablief. Und hinterher sollte keiner etwas erfahren.
Wie wird die Zukunft von uns, unseren Kindern, wie wird die Zukunft unseres Landes aussehen, wenn wir weiter unbegrenzt und unkontrolliert millionenfach „Flüchtlinge“ aus dem arabischen Raum in unser Land lassen? Für das Jahr 2016 werden erneut 1,8 Millionen erwartet. Werden unsere Kinder die Freiheit von heute noch so erleben können? Was bedeutet das für die Terrorgefahr? Ich fürchte schlimmes.
Der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Georg Maaßen, erklärte in diesen Tagen noch einmal: „Der Islamische Staat hat Deutschland (...)den Krieg erklärt!“ (Interview mit Inforadio am 14.01.2016)
Und trotzdem lassen wir unkontrolliert jeden ins Land, der sagt, er habe seinen Pass verloren und sei Syrer. Dass das eine Gelegenheit für den IS ist, die er nicht ungenutzt lassen wird, liegt auf der Hand. Ich habe Angst vor den Kriegshandlungen des IS in Deutschland. Kenner der Szene erwarten etwas noch viel Fürchterlicheres als in Frankreich.
Alle anderen Länder in Europa haben reagiert und die Grenzen dicht gemacht. In Frankreich, zum Beispiel, kommen im ganzen Jahr soviele Flüchtlige an, wie bei uns in einer Woche. Schweden und Dänemark sind zu, Großbritannien und Osteuropa sowieso.
Liegen wirklich alle anderen schief? Oder führt der Weg von Frau Merkel geradewegs ins Chaos?
Ich möchte solche Fragen wieder stellen dürfen, ich möchte, dass es darüber einen ehrlichen Diskurs gibt, an dem sich jedermann beteiligen kann, ohne Angst vor Nachteilen haben zu müssen.
Machen wir die Fenster auf, lassen wir frische Luft rein und zeigen Gesicht! Das sind wir unserem Land, aber ganz besonders unseren Kindern schuldig!