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Knaupps Kolumnen

Von Michael Hauke


In meinem Heimatort Woltersdorf bin ich in der Gemeindevertretung. Als im Oktober vergangenen Jahres eine außerordentliche Sitzung der Gemeindevertretung zur Flüchtlingsunterbringung einberufen wurde, rief ich die Woltersdorfer Bürger auf, mir dazu vor der Gemeindevertretungssitzung ihre Meinung zu schreiben, damit ich als sie als Volksvertreter in der Sitzung einbringen kann. Die Meinung der Bürger war eindeutig. Fast alle der 206 Einsender sprachen sich dagegen aus. Hauptgrund: die islamische Religion und die dortige Stellung von Frauen und Mädchen, das drohende Umkippen der Gesellschaft, Angst vor steigender Kriminalität usw.
Dass es Probleme mit der massenhaften Einwanderung aus dem islamischen Kulturkreis geben würde, musste jedem klar sein, wenn man die politisch Handelnden in diesem Land einmal außen vor lässt. Aber die, die diese Vorbehalte äußern, werden als Nazis, Rechtsextreme oder ähnliches verunglimpft oder ganz einfach mundtot gemacht. Wie reagierten die Medien, egal, ob Zeitung oder Fernsehen? Nur Jubelbilder. Kritische Töne? Fehlanzeige. Und wenn überhaupt, wurden die, die sie vorbrachten, verhöhnt. Und jetzt, wo nach den Silvesterereignissen in vielen deutschen Großstädten der Albtraum sehr schnell wahrgeworden ist? Es wurde versucht, die Ereignisse zu verschweigen. Die Kölner Polizei hat am Neujahrstag in ihrer Silvesterbilanz verkündet, dass es eine „ruhige Nacht“ in der Domstadt gewesen sei. Auch in den anderen betroffenen Städten: Kein Ton! Erst vier Tage später kamen die unglaublichen Vorkommnisse an den Tag. Und was wurde dann von den „seriösen Medien“ verkündet? Es waren „Männer“. Dass es sich um Migranten aus dem arabischen Raum handelte, wurde nur zögernd erwähnt. Und dann, als in den sozialen Netzwerken immer mehr ans Tageslicht kam und die Herkunft der mehreren tausend Täter nicht mehr zu leugnen war? Da hieß es: Es waren aber keine Flüchtlinge! Auch das wurde nach und nach widerlegt. Die Polizei in Köln notierte bei einem der „Männer“ den schönen Satz: „Ich bin Syrer, ihr müsst mich freundlich behandeln! Frau Merkel hat mich eingeladen.“ So hat es der Spiegel in seiner Online-Ausgabe vom 7. Januar aus dem internen Polizeibericht zitiert.
Und da nun feststand, dass es Täter waren, die gar keine Täter sein können, nahm man die Opfer in die Pflicht. Die Frauen hätten sich anders zu verhalten, eine „Armlänge“ Abstand zu halten, die Moslems durch ihr Aussehen nicht zu provozieren. Die Kölner Oberbürgermeisterin kündigte ernsthaft schriftliche Verhaltensregeln für Frauen an.
Dass unter den Millionen Flüchtlingen über siebzig Prozent Männer sind (Quelle: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge), wurde stets versucht, aus der öffentlichen Diskussion rauszuhalten. Dass diese Männer in einer anderen Welt mit einem ganz anderen Familien- und Frauenbild aufgewachsen sind, will man auch jetzt nicht wahrhaben. Wer die Ereignisse der Silvesternacht in Köln, Hamburg, Berlin, Bielefeld, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Stuttgart und vielen anderen Städten auf den Islam zurückführt, wird nun wieder in die Ecke gestellt: Das zu verknüpfen, sei mindestens genauso schlimm wie die Taten selbst. Das sei Männergewalt, die Herkunft spiele überhaupt keine Rolle.
Wer sich die Welt so vereinfacht, der kann weiter guten Gewissens behaupten, dass Deutschland bunter werde und wie gut uns das alles tue. Keiner traut sich zu sagen, dass die islamische Ideologie weder uns noch den islamischen Ländern gut tut. Und die, die von dem bunten Deutschland schwärmen, das uns die Flüchtlinge bringen, sind genau dieselben, die bei jeder Gelegenheit zu Recht die Gleichstellung der Frau, der Homosexuellen und Behinderten einfordern. Und genau die, die diese Stimmen erheben, erfreuen sich an der massenhaften Einwanderung von Männern aus einem Kulturkreis, in dem die Frau dem Mann zu gehorchen und sich zu verschleiern hat, in dem die Kinder geprügelt statt erzogen werden, in denen Behinderte nichts gelten und Schwule und Lesben Angst um ihr Leben haben müssen. Wir sind so tolerant, dass wir uns an unserer Toleranz ergötzen, auch wenn wir die geballte Intoleranz, Frauenfeindlichkeit, Homophobie ins Land holen. Wie schön bunt!
Und diese Missstände gibt es ja nicht erst seit kurzer Zeit. In den großen deutschen Städten ist diese Form der Intoleranz und Kriminalität der großen arabischen Klans ja seit Jahrzehnten allgegenwärtig. Explizite „Deutschenfeindlichkeit“ - gerade an Schulen - ist Realität. Und mit dem millionenfachen, ungebremsten und unkontrollierten Zuzug wird sich diese Problematik rapide verschärfen.
Leidtragende sind auch die wirklichen Flüchtlinge, die nach offiziellen Schätzungen 20% der Einwandernden ausmachen und das Asylrecht benötigen, das wir im Grundgesetz haben. Die wirklich Schutzbedürftigen gehen im Meer der Migranten unter. Leidtragende sind auch die Ehrenamtlichen, die sich ehrlichen Herzens um Flüchtlinge kümmern und vielfach restlos überfordert sind. Frau Merkel wird das egal sein, sie sitzt in ihrem hermetisch abgeriegelten Kanzleramt und bekommt diese Wirklichkeit nicht mit. Sie hat auch keine Kinder, um die sie sich sorgen muss. Das geht vielen anders. „Deutschland wird sich verändern“, das haben uns die Politiker ja von Anfang an gesagt. Unsere Kinder werden uns irgendwann fragen, wie wir ihnen das antun konnten.